•30. Januar 2009 •
Nun hab ich mich doch mal hingesetzt und die Woche versucht zusammen zu fassen.
Am Samstag war ich das erste mal im City Center von Dublin, obwohl es nicht sehr weit von mir entfernt ist, zusammen mit einem anderen Au-pair. Dabei durfte ich meine zweite Erfahrung mit den Bussen in Dublin machen. Diesmal kam der Bus zwar und er fuhr auch da hin wo er sollte, aber ausgereift ist das System hier trotzdem noch nicht. Wenn man sich halbwegs herausgesucht hat wo man aussteigen möchte, heißt das noch lange nicht, dass man da auch rauskommt. Es gibt hier nur eine Anzeige, und das ist die, die einem verständlich macht, dass jemand den Knopf zum Anhalten des Busses gedrückt hat. Einzige Möglichkeit ist dann nur noch den Busfahrer zu fragen wann oder ob das jetzt die Haltestelle „XY“ ist. Und die nächste Kuriosität auf dieser Strecke war, dass wir jedesmal an einem Punkt den Bus wechseln mussten. Das bedeutete, ALLE Menschen in dem Bus mussten aussteigen und in den anderen wieder Einsteigen. Die Reaktion meines Gastvaters darauf war diese: *rolleyes*
Nach erfolgreichem Aussteigen bei St. Stephen’s Green, gab’s dann allerdings im Gegensatz zu unseren Plänen doch wieder nur einen Shopping-Tag. Aber dabei habe ich eines der Tattoo/Piercingstudios gefunden, die ich mir im Internet herausgesucht habe. Vielleicht lass ich mir dann doch noch das Piercing stechen, was ich schon immer haben wollte…
Am Sonntag stand dann das Treffen mit der Frau, die die Agentur leitet, mit der ich nach Irland gekommen bin, an. Sie lud uns zum „Neulingstreffen“ ein. Also auf von Dublin nach Wicklow. Für alle die nicht wissen was oder wie Wicklow ist: Kein Mensch würde da ohne guten Grund hinfahren, wenn man aus Dublin kommt. Also gab es die nächste Erfahrung Bus. Diesmal allerdings mit dem Eireann-Bus. Diese Busse sind ähnlich wie die Greyhound-Busse in Amerika, hab ich mir sagen lassen. Deswegen haben sie auch zufälligerweise ein Hund als Logo… Nachdem wir dann noch 2 weitere Au-Pairs an der Bushaltestelle kennengelernt hatten, verpassten wir auch noch beinah den Bus, da man hier immer Winken muss da mit sie auf jeden Fall anhalten und wir so im Gespräch vertieft waren. In dem kleinen „Kaff“ in Wicklow Co. angekommen, fanden wir dann trotz sehr dürftiger Beschreibung das Haus der Frau. Nach verhaltener Begrüßung , wurde uns dann eine PowerPoint Präsentation vorgeführt, die doch recht sinnlos war. Die meisten Dinge wussten wir schon bzw. Dinge die den ersten Eindruck betrafen, waren nach ca. 2 Wochen leben und arbeiten in den Familien doch schon hinfällig…Auf jeden Fall ging es danach noch in einen Pub, der nicht mal so schlecht war und in dem sogar gute Musik lief
Was das Kennenlernen der „alten“ anging, war es doch ein wenig schwierig, da viele schon früh den Pub wieder verließen und man einfach nicht genug Zeit hatte sich mit allen zu unterhalten.
Montag war dann endlich meine erste English-Stunde hier in Irland. Die DART habe gerade so noch erwischt und deswegen war ich glaub ich trotz Hektik rechtzeitig dort. Die Anmeldung für den Kurs dauerte dann nochmal ein paar Minuten und dann hieß es: Back to school. Meine Klasse besteht momentan aus 8 Menschen, 1 Spanierin, 1 Pole und 6 (!) dt. Au-Pairs. Mein Lehrer war eigentlich ganz zuversichtlich als er meinen Namen hörte, dass er endlich mal wieder eine Nicht-Deutsche seine Schülerin nennen kann, aber den Gefallen konnte ich ihm leider nicht tun. Sorry! Ja wie schon erwähnt, habe ich einen Lehrer und ich bin mir nicht zu 100% sicher ob er Ire ist, aber ich nehme es mal an. Auf jeden Fall ist er nett, freundlich, macht gerne mal so seine Späße zwischendurch und im Gegensatz zu meinen Lehrern früher ist er um EINIGES jünger. Der Unterricht besteht hauptsächlich aus reden, reden, reden. Das liegt aber wahrscheinlich daran das es ein “Advanced Course“ ist. Ansonsten wird mitgeschrieben was man denkt was man braucht oder eben was auf die ganzen Arbeitsblätter kommt. Diese Art des Unterrichts ist zwar komplett anders als die, die ich kannte, aber meiner Meinung nach besser.
Den Rest der Woche ist eigentlich nicht viel passiert. Wir haben es endlich geschafft ins „Tonic“ zu gehen und das war der erste Pub in dem ich hier war, in dem es Live-Musik gab. Es war zwar nichts typisch irisches (es war sogar ein Oasis Song dabei und nein, es war nicht „Wonderwall“) und es waren auch nicht viele Lieder die der Sänger zum Besten gab, aber es war schon mal ein Anfang.
Let’s see what tomorrow brings
Cheers!
Veröffentlicht in Ireland
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